Ein schwieriger Anfang für Linisha

Linisha Ujwal Bagul aus Dhule im Bundesstaat Maharashtra (Indien) war erst wenige Wochen auf der Welt, als ihre Eltern eine beunruhigende Diagnose erhielten. Im Alter von nur einem Monat wurden bei ihrer Tochter eine totale anomale Lungenvenenfehlmündung (TAPVC) und ein persistierender Ductus arteriosus (PDA) festgestellt – zwei angeborene Herzfehler, die eine Operation notwendig machten.

Obwohl Linisha ein lebhaftes Baby war, zeigten sich immer wieder Anzeichen ihrer Erkrankung. Sie schwitzte häufig, hatte leichte Atembeschwerden und litt wiederholt unter Zyanoseanfällen, bei denen es aufgrund von Sauerstoffmangel zu einer bläulichen Verfärbung der Haut kommen kann. Für ihre Eltern Ujwal und Sayli wurde jeder dieser Momente von der Sorge begleitet, wie es mit ihrer kleinen Tochter weitergehen würde.

In privaten Krankenhäusern wurden die Kosten für die notwendige Herzoperation auf rund ₹500.000 – etwa 4.500 Euro – geschätzt. Eine Summe, die weit außerhalb der finanziellen Möglichkeiten der Familie lag. Die Eltern wussten, dass ihre Tochter dringend Hilfe brauchte, hatten aber keine Möglichkeit, eine derart kostspielige Behandlung selbst zu finanzieren.

Durch Empfehlungen anderer Familien erfuhren Ujwal und Sayli schließlich vom Sri Sathya Sai Sanjeevani Hospital. Dort werden Kinder mit angeborenen Herzerkrankungen kostenlos behandelt. Auch Verpflegung und Unterkunft während des Aufenthalts werden für die kleinen Patientinnen und Patienten und ihre Begleitpersonen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Am 15. Mai 2026 wurde die erst drei Monate alte Linisha im Krankenhaus aufgenommen. Schon einen Tag später erfolgte die entscheidende Operation: Am 16. Mai wurde die totale anomale Lungenvenenfehlmündung (TAPVC) erfolgreich korrigiert und gleichzeitig der persistierende Ductus arteriosus (PDA) verschlossen. Linisha erholte sich gut von dem Eingriff und konnte am 28. Mai 2026 in stabilem Zustand nach Hause entlassen werden.

Auch Linishas lebensrettende Herzoperation wurde in Zusammenarbeit mit Herz Bewegt ermöglicht. Dank dieser Unterstützung konnte sie die dringend notwendige Behandlung erhalten, die ihre Eltern aus eigener Kraft nicht hätten finanzieren können.

Heute liegt Linishas Leben noch fast vollständig vor ihr. Ihre ersten Monate waren von Diagnosen, Atembeschwerden und einem großen Eingriff geprägt – doch nun darf ihre Familie auf eine Zukunft hoffen, in der nicht ihre Herzerkrankung, sondern ihre Entwicklung im Mittelpunkt steht.

Ujwal und Sayli können ihrer Tochter nun bei all den kleinen ersten Malen zusehen, die noch vor ihr liegen: dem ersten bewussten Lächeln, den ersten Schritten und den ersten Worten. Nach der großen Sorge der vergangenen Monate sind es genau diese alltäglichen Momente, auf die sich ihre Eltern nun freuen können.