Habe ich Diabetes?

Damit der Zucker aus dem Blut in unsere Zellen gelangt, benötigen wir ein bestimmtes Hormon – das Insulin. Dieses wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und ausgeschüttet. Wenn wir etwas essen, steigt der Insulinspiegel, damit der Zucker auch dort hingelangt, wo er benötigt wird. Beim Diabetes mellitus Typ 2 sind zwei verschiedene Funktionen des Körpers gestört. Einerseits sprechen die Zellen nicht mehr so gut auf das Insulin an, die sogenannte Insulinresistenz. Andererseits produziert die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin, um den Bedarf zu decken. Als Folge dessen steigt der Zuckerspiegel im Blut an.

Die Anzeichen

Wie erkenne ich, ob ich Diabetes mellitus habe? Vorrangig sind natürlich einige Blutzuckerwerte von großer Bedeutung bei der Diagnoseerstellung Diabetes. Es gibt jedoch bestimmte Anzeichen, die mir selbst auffallen könnten, mit denen sich die Erkrankung äußert. Auf unserer Grafik sind die wichtigsten Warnsignale dargestellt. Wenn dir ein oder mehrere dieser Anzeichen auffallen, solltest du zur weiteren Abklärung einen Termin bei deinem Arzt oder deiner Ärztin ausmachen. Er oder sie kann dich gezielt auf Diabetes testen und nach anderen Ursachen für diese Auffälligkeiten suchen.

Warum es wichtig ist, Diabetes früh zu erkennen und zu behandeln!

Langfristig führt ein erhöhter Blutzuckerspiegel zu erheblichen Folgeerkrankungen. Dies passiert, weil der Zucker die kleinen und großen Arterien sowie die Nerven stark schädigt. Daher ist die Schmerzempfindung herabgesetzt und die Durchblutung bestimmter Gewebe beeinträchtigt.

Da Diabetes mellitus die Verkalkung der Arterien fördert, kann es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Hier ist es wichtig zu wissen, dass aufgrund der Nervenschäden und der daraus resultierenden verminderten Schmerzwahrnehmung, die Schmerzen, die im Rahmen eines Herzinfarkts auftreten, als deutlich schwächer empfunden werden können, als sie ein Nicht-Diabetiker empfindet. Die klassischen Anzeichen eines Herzinfarkts haben wir dir hier zusammengefasst. Des Weiteren kann es bei Diabetikern auch zu Nieren- und Netzhautschäden kommen. Das kann so weit führen, dass der oder die Betroffene erblindet.

Der diabetische Fuß kann ein weiteres Problem darstellen. Aufgrund der eingeschränkten Schmerzwahrnehmung werden Verletzungen am Fuß oft nicht bemerkt. Es kommt zur Infektion. Diese kann nicht effektiv bekämpft werden, da die Durchblutung herabgesetzt ist. Als Folge dessen bildet sich ein Geschwür, welches das umliegende Gewebe und auch den Knochen angreifen kann. Im schlimmsten Fall muss der betroffene Fuß oder gar das ganze Bein amputiert werden.

Um das Risiko für die genannten Folgeerkrankungen möglichst gering zu halten, ist es essenziell, dass der Blutzucker gut eingestellt wird und auch der Blutdruck bei Bedarf medikamentös behandelt wird.

Diabetes mellitus Typ 2 wird häufig erst sehr spät erkannt, wenn bereits Folgeerkrankungen aufgetreten sind. Du könntest zu den wenigen gehören, die es früh genug erkennen und dadurch optimal behandelt werden.

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Quellen:

Deutsche Diabetes Gesellschaft

Diabetes Ratgeber

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