Der Body-Mass-Index

Nur etwa die Hälfte der Österreicher und Österreicherinnen entsprechen laut Statistik Austria im Jahr 2014 dem Idealgewicht gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ein kleiner Anteil der übrigen 50 % sind laut Definition untergewichtig, während der Großteil übergewichtig oder sogar adipös ist. Dabei nimmt der Anteil der Übergewichtigen mit dem Alter zu. Wie sich Fettleibigkeit auf unsere Gesundheit auswirkt und du berechnen kannst, ob dich das betrifft, erklären wir dir heute.

Fettleibigkeit stellt einen wichtigen Risikofaktor für folgende Erkrankungen dar: Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Atherosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gicht, Gallensteine, Kropfbildung, Beinvenenthrombose, einige Krebserkrankungen sowie Gelenkschäden der Wirbelsäule, der Hüfte und des Knies.

Berechne deinen individuellen BMI gleich selbst mit unserem BMI-Rechner und finde heraus, ob du dein Idealgewicht hast! Die Auswertung ist für Erwachsene ab dem 20. Lebensjahr gedacht.

 

 
30kg 150kg
100cm 220cm
BMI
Der Body Mass Index kann dir helfen, dein Idealgewicht zu ermitteln. Dein Gewicht, Körpergröße, Alter und Geschlecht spielen hierbei eine Rolle.

 

Wie jede Messgröße hat auch der BMI seine Schwachstellen und sollte nur im Kontext mit anderen Werten, wie beispielsweise dem Bauchumfang beurteilt werden. Problematisch beim BMI ist, dass der Körperfettanteil, der Körperbau und die Muskelmasse im Vergleich zum Körperfett nicht berücksichtigt werden. Daher ist der Wert, beispielsweise für gut trainierte Sportler, eher wenig aussagekräftig. Ähnliche Schwierigkeiten bestehen bei den ethnischen Unterschieden sowie bei besonders kleinen oder großen Personen. Trotzdem stellt der Body-Mass-Index eine simple und schnelle Beurteilung des Körpergewichts dar und wird zur Einschätzung gewichtsspezifischer Gesundheitsprobleme empfohlen.

Historisch betrachtet wurde der Body-Mass-Index im 19. Jahrhundert von Adolphe Quetelet erstmals eingeführt, weshalb der BMI ursprünglich Quetelet Index genannt wurde. Er drückt das Verhältnis zwischen Körpergewicht und Körpergröße aus und wird herangezogen, um zu beurteilen, in welche Gewichtsklasse eine Person fällt. Das ist wichtig, da einige Gesundheitsprobleme mit bestimmten BMI-Werten assoziiert sind.

Deutet dein BMI auf Untergewicht hin, kann dies viele Ursachen haben. Es kann sein, dass Nährstoffe nicht ausreichend resorbiert werden oder dem Untergewicht eine ernst zu nehmende Krankheit zugrunde liegt. Du solltest deshalb deinen Arzt aufsuchen, vor allem wenn du ungewollt Gewicht verlierst!

Entspricht dein BMI einer Fettleibigkeit, ist es Zeit etwas zu ändern. Sofern dein Wert nur leicht erhöht ist, bekommst du dein Gewicht womöglich mit mehr Bewegung und einer ausgewogeneren Ernährung in den Griff. Deutet der BMI schon auf eine ausgeprägte Adipositas hin, wäre es besser, wenn du deine Strategie, wie du dein Gewicht reduzieren möchtest, mit deinem Arzt oder deiner Ärztin besprichst. Er oder sie kann dich gezielt unterstützen und deine Gesundheit im Blick behalten. Zögere nicht das Thema anzusprechen, denn nur nichts zu tun wäre hier der falsche Weg!

Übergewicht hat auch große Auswirkungen auf die Gebärfähigkeit und die Schwangerschaft. Laut der Österreichischen Adipositas Gesellschaft haben übergewichtige Frauen doppelt so häufig Schwangerschaftskomplikationen, wie etwa Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck, Geburtskomplikationen und Aborte, im Vergleich zu normalgewichtigen Schwangeren. Darüber hinaus kann es auch vermehrt zu Fehlbildungen sowie Früh- und Totgeburten kommen.

Du siehst, es lohnt sich, auf sein Gewicht zu schauen und es gegebenenfalls zu reduzieren. Damit du einschätzen kannst, ob du ein paar Kilos zu viel hast, kannst du den Body-Mass-Index verwenden!

Dein BMI entspricht dem Normalgewicht? Gratulation! Du bist auf dem besten Weg. Achte weiterhin auf genug Bewegung und eine gesunde Ernährung, um dein Gewicht zu halten. Du fragst dich, wie viel Bewegung eigentlich sinnvoll ist? Wir verraten es dir hier.

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Quellen:

Statistik Austria

WHO – Europa

WHO – International

Oberösterreichische Gebietskrankenkasse

Österreichische Adipositas Gesellschaft – Schwangerschaft

Österreichische Adipositas Gesellschaft – Adipositas